Ausblick nach September 2020

Gastspiel III/III

Der dritte Teil der Reihe Gastspiel, das 20. Bridging Arts Kammermusikfestival wird stattfinden vom
10.–16. September 2021

Play it forward

Die Corona-Zeiten lassen uns erkennen, was wirklich wichtig ist:

Essen und Trinken (nicht zuviel)
ein Dach über dem Kopf (bezahlbar)
Familie, Freunde und Menschen, die für uns da sind, wenn wir Hilfe brauchen

Nach diesen existentiellen Bedürfnissen kommen aber gleich die beinahe genauso existentiellen, nämlich Bilder anzuschauen, zu lesen, Musik zu hören.
Wo wären wir in dieser Zeit geblieben, wenn es keine Bücher, keine Filme, keine Musik im Fernsehen, im Radio, im Internet gegeben hätte? Was wären wir ohne Kunst und Kultur? Wie kämen wir ohne Künstlerinnen und Künstler aller Sparten aus, die all diese Werke für uns erzeugen?

Diese sind aber Menschen wie wir und brauchen Essen und Trinken, ein Dach über dem Kopf…s.o.
Das aber war und ist für viel zu viele Kunstschaffende aus Pandemie-Gründen nicht mehr selbstverständlich, ihnen wurde buchstäblich der existentielle Boden unter den Füßen weggerissen.

Also müssen wir, die wir in gesicherten Verhältnissen leben, helfen, ergänzend zum Staat, der leider Kunst und Kultur sehr weit hinten auf der Tagesordnung für Hilfsnotwendigkeiten stehen hatte und noch hat.

Play it forward ist so eine Möglichkeit zu helfen. Der Vorstand sammelt Spenden – gerne auch Ihre -, Musikerinnen und Musiker schildern ihre Notlage und erhalten nach Prüfung durch eine Jury und ein Kuratorium (Steffen Radlmaier und ich) eine Unterstützung und verpflichten sich, zu einem späteren Zeitpunkt dafür aufzutreten.

Play it forward kann staatliche Hilfe nicht ersetzen, aber akute Notlagen lindern.
Ich freue mich, dass das bereits in vielen Fällen gelungen ist und danke allen, die das möglich gemacht haben.

Renate Schmidt,
Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. a.D.
und Ehrenbürgerin der Stadt Nürnberg


Zögern Sie nicht, nach Ihren Möglichkeiten zu überweisen.
Übrigens: Ein Grundstock ist gelegt. Jetzt liegt es an Ihnen.
Bankverbindung: IBAN DE35 760 501 01 0004 703 807S
Stichwort Play it forward

Niemands fantastische Reise – eine Comunitytanzoper

Einblicke in die Corona-Werkstatt

Niemands fantastische Reise heißt die Community-Tanzoper, die im Juli 2021 in Nürnberg Premiere feiert. Als sich das Team im Dezember 2019 das erste Mal trifft, planen wir, im kommenden Jahr Workshops zu veranstalten, um herauszufinden wer Niemand ist und wohin die Reise geht. Denn möglichst viele Menschen sollen szenische und musikalische Ideen beisteuern, die das Kernteam dann weiterverarbeitet. Und natürlich sollen sie idealerweise im Juli 2021 diese Geschichte gemeinsam mit professionellen Künstler*innen erzählen. Erste Treffen finden unter anderem mit einer Gruppe von Regens Wagner Zell in Nürnberg und der Klasse 3a der Grundschule Hilpoltstein statt. Plötzlich ist alles anders. Dann steht Ende März die Welt still. Nach einem kurzen Moment der Ratlosigkeit und einer Menge Videokonferenzen beschließen wir, unsere Geschichte in neuen Formaten weiter wachsen zu lassen. Die Dramaturgin Maren Zimmermann und der gehörlose Schauspieler Konrad Rubin entwickeln zum Beispiel per E-Mail gemeinsam einen Monolog, von dem Konrad Rubin dann ein Video dreht, um uns zu zeigen, wie der Text in Gebärdensprache aussieht. Das inspiriert den Komponisten Stefan Hakenberg für seine Arbeit an der Musik. Zeitgleich entwickeln Gero Nievelstein und Frances Pappas (Künstlerische Leitung) mit der Lehrerin Sandra Semeniuk einen Plan, wie die Grundschülerinnen uns ihre Ideen zukommen lassen können. Sie werden gebeten, Niemand eine Gestalt zu geben und eine mögliche Reise zu dokumentieren. Dadurch entsteht sehr inspirierendes Bildmaterial für Regisseurin und Choreographin Riikka Läser und Bühnenbildnerin Lena Scheerer. Denn ein vielgestaltiges Wesen greift nach den Sternen, trifft wilde Tiere, taucht in ein Videospiel ein, geht ins Schlaraffenland und erlebt eine Menge weiterer liebevoll gestalteter Abenteuer. So tasten wir uns in großer räumlicher Entfernung gemeinsam an die Geschichte der Community-Tanzoper Niemands fantastische Reise heran.
Wohin wird die Reise gehen?
Ende September wird Stefan Hakenberg als nächsten Schritt einen kleinen Kompositionsworkshop mit Musikschüler*innen der Cellistin Kiara Konstantinou in Nürnberg abhalten. Wir wissen nicht, wie viele Menschen im nächsten Sommer auf der Bühne sein dürfen. Natürlich hoffen wir, dass möglichst alle, die ihre Ideen einfließen lassen, dabei sein können. Und selbst, wenn die Einschränkungen das dann noch nicht im von uns erhofften Umfang erlauben, so sind in jedem Fall schon jetzt viel Fantasie und Kreativität auf die Reise gegangen, denn diese sind zum Glück immun gegen Viren jeglicher Art und wir alle sind sicher: Niemand ist es auch!

Maren Zimmermann

Lorenz GRÜN in Kooperation mit Bridging Arts Nürnberg

Im Rahmen von EINE GUTE HALBE STUNDE möchten wir mit der Stadtgesellschaft in einen Kommunikationsprozess eintreten. Ein eigener Baum inmitten des »Waldes« wird von PassantInnen mit Postkarten behängt, die vor Ort ausgefüllt werden. Auf den Postarten werden Grundfragen zu Identität und Begegnung thematisiert. Jahresthema von St. Lorenz ist Schöpfer. Gott. Macht. Mensch. Der Baum kann über die Tage wachsen, das musikalische Programm EINER GUTE HALBEN STUNDE versucht täglich den Bezug zu den Gedanken der Menschen zu nehmen.

Jeweils um 16 Uhr vor dem Hauptportal der St. Lorenzkirche


16. September 2020

Geraldino, Kinderliedmacher


17. September 2020

Frances Pappas, Mezzosopran I Ozan Coskun, Gitarre


18. September 2020

Ozan Coskun und Frank Wuppinger, Gitarre


19. September 2020

Yara Linss, Gesang I João Lucas Moreira, Gitarre I Sebastian Klose, Bass


20. September 2020

Matthew Brown, Trompete mit Ensemble


22. September 2020

Maja Taube, Volksharfe


24. September 2020

Trio Miosko
Miria Sailer, Violine I Sophia Schulz, Violoncello I Stephan Goldbach, Kontrabass


25. September 2020

Lilo Kraus, Harfe I Chris Schmitt, Bluesharmonika